In dieser Woche ist das Buch zur Konferenz – der Band „Schöne neue Bildung? Zur Kritik der Universität der Gegenwart“ – in der Reihe ‘Theorie Bilden’ des [transcript]-Verlags erschienen.

In dem 240-seitigen Band sind insgesamt 14 Artikel versammelt, den Abschnitten ‘Schöne neue Bildung’, ‘Kritische Analysen zum Struktur und Funktionswandel der Universität’, ‘Reflexionen über Idee und Aufgabe der Universität’ und ‘Bologna-Prozess: Umgangsweisen, Kritik und Perspektiven’ zugeordnet.

Weitere Informationen zum Buch sind auf der Homepage des Verlags zu finden. Dort gibt es auch das gesamte Inhaltsverzeichnis und das Vorwort als Leseprobe.

Bestellt werden kann das Buch über den Verlag, den regulären Buchhandel, den Online-Buchhandel oder über den Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft (Mail an fsr-erzwiss(at)gmx.de).

Auf der Homepage des transcript-Verlags wird das Buch zur Konferenz, “Schöne neue Bildung? – Zur Kritik der Universität der Gegenwart”, seit Kurzem angekündigt. Es wird im April 2011 in der Reihe Theorie bilden erscheinen und kann bereits jetzt vorgemerkt werden.

Darin enthalten sein werden u.a. Beiträge von Ingrid Lohmann, Karl-Josef Pazzini, Michael Wimmer, Stephanie Maxim, Jan Masschelein, Wolf-Dieter Narr, Klemens Himpele und Peter Fischer-Appelt.

Man darf also gespannt sein!

Das Programm der Konferenz steht hier als PDF-Dokument zum Download bereit, das Plakat hier.

Die Mitschnitte der auf der Konferenz gehaltenen Vorträge sind auf der Plattform Lecture2Go als Streaming-Video und zum Video-Download verfügbar: http://lecture2go.uni-hamburg.de/konferenzen/-/k/11011

Im Juli wurde ausgehend von dem Abschlusspapier ein Antrag an den Fakultätsrat EPB gerichtet. Anhand dessen wird derzeit im Rahmen des Ausschusses für Studium, Lehre und Studienreform an der Fakultät EPB und der angedockten Adhoc-Kommission an konkreten Konsequenzen für die Fakultät gearbeitet.

Parallel dazu wird von einer Arbeitsgruppe aus Studierenden und ProfessorInnen an einer Publikation der Manuskripte der Referent_innen und weiterer Beiträge, die im Zusammenhang mit bzw. im Anschluss an die Konferenz entstanden sind, gearbeitet. Sie wird Anfang nächsten Jahres im [transcript]-Verlag erscheinen. Sie wird voraussichtlich Ende des Jahres im Verlag Hamburg University Press (HUP) als Open Access-Publikation und Book-on-Demand erscheinen wird. Sobald es soweit ist, wird an dieser Stelle darüber informiert.

Rückfragen / Anfragen in Bezug auf die Konferenz können nach wie vor per Mail an ba-konferenz [ @ ] uni-hamburg.de (eckige Klammern entfernen, sie dienen nur dem Schutz vor Spambots) gerichtet werden.

(Foto by transCam)

Während der Diskussion am Freitag, die sich mit den Themen “Ausstieg aus oder Reform des Bachelor-Master-System” und wenn Reform, soll diese auf dem Bachelor oder den alten Studiengängen aufbauen, verwies Hr. Richter in seinem Statement auf eine überarbeitete Prüfungsordnung für den Diplom-Studiengang Erziehungswissenschaft aus dem Februar 2003 (PDF), die offiziell verabschiedet und auch im Amtlichen Anzeiger veröffentlicht wurde. Sie kam jedoch nie zur Anwendung, da zu dem Zeitpunkt bereits angeordnet worden war, dass Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt werden müssen.

Zum Vergleich die – derzeit noch gültige – Diplomprüfungsordnung aus dem Jahre 1985, die durch die überarbeitete Version abgelöst werden sollte (PDF) und die aktuelle B.A.-Prüfungsordnung aus dem September 2007 (PDF).

(Foto by datenhamster.org)

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Freitag der 18.06.2010 sollte als dritter und letzter Tag der Konferenz unter dem Motto Konsequenzen für die Fakultät stehen. Den Auftakt machten sechs 5-Minuten-Statements aus der Fakultät, die, gemeinsam mit den Inhalten der beiden vorherigen Tage, Grundlage und Ausgangspunkt für die Abschließende Diskussion sein sollten. In alphabetischer Reihenfolge sprachen:

  • Prof. Dr. Eva Arnold – Prodekanin für Studium und Lehre der Fakultät, Referentin für Qualitätsentwicklung & Privatdozentin für Pädagogische Psychologie am Institut für Schulpädagogik und pädagogische Psychologie
  • Thorsten Grützmacher – Vertreter des technischen Verwaltungspersonals und Studienbüro
  • Prof. Dr. Klaus Matthes – Leiter des Lehrstuhls für Bewegungs- und Trainingswissenschaft & Mitglied des Fakultätsrats
  • Prof. Dr. Helmut Richter – Prof. für Erziehungswissenschaft unter bes. Berücksichtigung der außerschulischen Jugendbildung & Mitverfasser der überarbeiteten Diplom-Prüfungsordnung
  • Dr. Jens Joachim Rogmann – Dipl.-Psychologe, MSc in Applied Psychology, Betriebswirt & stellv. Leitung des Studienbereichs ABK im Schlüsselkompetenzzentrum der Fakultät
  • Prof. Dr. Karl Dieter Schuck – Dekan der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg

Das Protokoll der Statements und der anschließenden Diskussion gibt es hier als PDF zum Download. Das daraus erarbeitete Ergebnispapier der Konferenz ist in diesem Artikel zu finden.

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Am Donnerstag den 17.06.2010 hielt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion in der hamburger Bürgerschaft, Dora Heyenn, ihren Vortrag “Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Hochschulgestaltung”.Aufzeichnen konnten wir ihn leider nicht. Dafür hat Fr. Heyenn uns freundlicherweise ihren Vortragstext zur Verfügung gestellt.

Als PDF gibt es den Text hier als Download!

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Im folgenden sind die Videomitschnitte der Begrüßung und des Auftakt zu unserer Konferenz zu sehen.

Das erste Video zeigt drei Mitglieder der Vorbereitungsgruppe.

Das zweite Video ist ein Mitschnitt der Begrüßungsworte von Karl-Josef Pazzini.

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Hier der Videomitschnitt des Vortrags von Ingrid Lohmann “Zehn Thesen zum Funktionswandel der Universität”

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Freitag der 18.06.2010 sollte als dritter und letzter Tag der Konferenz unter dem Motto Konsequenzen für die Fakultät stehen. Zu Beginn gab es sechs 5-Minuten-Statements aus der Fakultät, die, gemeinsam mit den Inhalten der beiden vorherigen Tage, Grundlage und Ausgangspunkt für die Abschließende Diskussion waren. Die Ergebnisse dieser Diskussion sind hier zu finden.


Ergebnisse der Abschlussveranstaltung der Konferenz „Schöne neue Bildung? – Konferenz zur kritischen Reflexion der gegenwärtigen Hochschulgestaltung und zur Entwicklung emanzipatorischer Alternativen“ an der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie, Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg am 18.06.2010

(download PDF-Dokument)

Grunddissens:
Radikale Reform der neuen Studiengänge oder Neue Reform „von unten“, auf Grundlage der Rückkehr zu den alten Studiengängen

Vor diesem Hintergrund bestehen folgende Konsense über notwendige Elemente einer Reform:

  • Jedem muss die Möglichkeit offen stehen, ohne neue Bewerbung den Studiengang weiterführend zu studieren (keine Übergangsquote).
  • Die Zahl benoteter Prüfungen muss insbesondere in der Studienanfangsphase erheblich reduziert werden.
  • Es besteht die Aufgabe der ständigen Bestandsaufnahme im gemeinsamen Beteiligungsprozess.
  • Es muss eine größere Wahlfreiheit und Flexibilität im Studium ermöglicht werden.
  • Ein besseres Betreuungsverhältnis muss hergestellt werden (Veränderung des Curricularen Normwerts (CNW).
  • Die Regelstudienzeit muss von einer Normgröße für das Studierverhalten zu einer Normgröße des Studienangebots werden (keine Exmatrikulation wegen Studiendauer).
  • Eine Rückkehr zum Semesterrhythmus ist notwendig.
  • Ein Ausbau der finanziellen und materiellen Ressourcen ist notwendig.
  • Es muss eine Stärkung der inhaltlichen – im Gegensatz zur formalen – Konturierung des Studiums erfolgen, die im Prozess ständig weiter entwickelt wird.
  • Es muss ein institutionalisierter Prozess der kritischen und problembezogenen Auseinandersetzung mit STiNE / Verwaltungsabläufen unter Einbezug aller Statusgruppen und Verantwortlichen begonnen werden.
  • Es muss eine fakultätsöffentliche Reflexion des Anspruchs eines wissenschaftlichen Studiums, besonders in Bezug auf die Frage, was das für die Lehre und Studium bedeutet, stattfinden.
  • Die Wiedereinführung eines Gremientages / -nachmittages ist notwendig.
  • Für die weitere Studienreform ist auch eine hochschulübergreifende Verständigung sinnvoll.

Folgende Reformvorstellungen sind noch umstritten:

  • Erhebliche Reduzierung der abschlussrelevanten benoteten Prüfungen insbesondere in der aufbauenden Studienphase
  • Gestaltung der Studieneingangsphase als inhaltliche Orientierungsphase gegenüber ABK als Berufsqualifizierungsphase
  • Flexibilisierung des Verhältnisses von Leistungspunkten und Veranstaltungen (Einteilung in der Hand der Studierenden)
  • Abschaffung der Anwesenheitskontrolle
  • Abschaffung der Anwesenheitspflicht

Für die Diskussion und Klärung folgender offener Fragen / Konfliktpunkte muss Zeit geschaffen werden:

  • Soll die erste Studienstufe eine Berufsqualifizierung oder eine wissenschaftliche Qualifizierung sein und wie wird sie zertifiziert?
  • Welche neue Konzeption der Verwaltungsarbeit und welche Probleme ergeben sich aus der geänderten Studienstruktur?
  • Warum wird was benotet?
  • Welche Alternativen zur Sequenzierung des Studiums gibt es? (–> Problem Referenzmodell)
  • Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden unter besonderer Berücksichtigung der Einheit von Forschung und Lehre
  • Welcher Wissenschaftsanspruch besteht? Welche Zielvorstellungen sind sinnvoll? Welche Zeitvorstellungen für Wissenschaft ergeben sich daraus?

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Hier der Videomitschnitt des Vortrags von Jan MasscheleinJenseits der Exzellenz – Die Universität als Veröffentlichungs- und Versammlungsdispositiv Share